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Food2020

Zukunftsoffensive für die deutsch-niederländische Lebensmittelwirtschaft

Im Oktober 2015 hat der Lenkungsausschuss INTERREG/EDR das vom Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik e.V. (DIL) aus Quakenbrück initiierte Projekt Food2020 mit einem Budget von 5,2 Millionen Euro bewilligt. Das Projekt beinhaltet verschiedene Fördermöglichkeiten für Unternehmen und Verbände im Grenzgebiet.

Mit Food2020 soll die Lebensmittelwirtschaft in der deutsch-niederländischen Grenzregion fit gemacht werden für 2020. Die Aktivitäten von Food2020 zielen ganz konkret ab auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Unternehmen mit Experten und wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen zur Stimulierung von Technologietransfer und Innovationsentwicklung in den Unternehmen. Themen, die bearbeitet werden sind »Entwicklung und Einsatz von neuen Verarbeitungsprozessen«, »Nachhaltigkeit in der Produktion von Lebensmitteln« und »Verbesserung von Arbeitsbedingungen«. Parallel dazu sind Maßnahmen zur Sicherung von qualifizierten Arbeitskräften geplant, um so die wirtschaftliche Stabilität der Ernährungsbranche in der Region zu gewährleisten.

In Food2020 werden daher konkrete Maßnahmen zur Abwehr des drohenden  Fachkräftemangels umgesetzt. Dabei kommt der Weiterbildung der Mitarbeiter eine große Bedeutung zu, aber es werden auch Wege für die Gewinnung neuer Arbeitskräfte in der Grenzregion beschritten. Das Ziel ist der stufenweise Aufbau einer Modellregion für eine zukunftsfähige Ernährungswirtschaft im Projektgebiet.

Machbarkeitsstudien und Innovationsprojekte

Gefördert werden 25 grenzüberschreitende Machbarkeitsstudien und zehn Innovationsprojekte, in denen Unternehmen gemeinsam mit wissenschaftlichen Einrichtungen neue Produkte, Prozesse und Dienstleistungen entwickeln. Beispiele für Projekte sind die Entwicklung innovativer Produkte auf Basis von Insekten, die Verbesserung der Betriebshygiene in der Produktion durch den Einsatz neuartiger Oberflächen und innovativer Reinigungsverfahren oder der Aufbau eines modularen Systems zur Weiterbildung der Mitarbeiter in kleinen und mittelständischen Unternehmen der Ernährungswirtschaft. Ein weiterer Teil des Projekts ist auch das Food2020-Traineeship-Programm, bei dem Studenten/Absolventen und Unternehmen im deutsch-niederländischen Grenzgebiet zusammengebracht werden.

Projektpartner

Das auf zweieinhalb Jahre ausgelegte Projekt wird vom DIL koordiniert und gemeinsam mit acht Partnern aus der deutsch-niederländischen Grenzregion durchgeführt. Partner auf deutscher Seite sind NieKE (Niedersächsisches Kompetenzzentrum Ernährungswirtschaft), FPI (Food Processing Initiative e.V.) und GIQS. In den Niederlanden sind die Wirtschaftsförderungsgesellschaften NOM (Investerings- en ontwikkelingsmaatschappij voor Noord-Nederland), die Ontwikkelingsmaatschappij Oost NV, LIOF (NV Industriebank), BOM (Brabantse Ontwikkelings Maatschappij) sowie das Agro-Food Netzwerk Food Valley NL in das Projekt eingebunden.

Food2020 wird im Rahmen des INTERREG V A-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und der Niedersächsischen Staatskanzlei dem nordrhein-westfälischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk, dem niederländischen Wirtschaftsministerium sowie der niederländischen Provinzen Drenthe, Flevoland, Fryslân, Gelderland, Groningen, Limburg, Noord-Brabant und Overijssel kofinanziert. Es wird durch das Programmmanagement bei der Ems Dollart Region begleitet.

Weitere Informationen finden sich auf der Projektwebsite.