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GIQS

GIQS in Lebensmittelbetrieben

Im Rahmen des EU-Programms INTERREG III A hat eine deutsch-niederländische Arbeitsgruppe die Initiative ergriffen, wichtige Aufgaben des Verbraucherschutzes durch den Aufbau eines integrierten Qualitäts- und Hygienemanagements in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) grenzüberschreitend einzuführen und damit einen Beitrag zur Verbesserung von Lebensmittelqualität und -sicherheit zu leisten.

Auf beiden Seiten der Grenze hatten sich dazu insgesamt neun Unternehmen aus der Lebensmittelbranche als Pilotbetriebe zusammengefunden. Sie wurden von einer deutsch-niederländischen Arbeitsgemeinschaft aus den  Beratungsunternehmen Concada und Corio, der Universität Bonn, dem Softwarehaus PLATO AG und dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-Kreises Neuss, der auch die Federführung des Projekts innehatte, betreut.

Ein Ziel des Projekts war es, das Präventive Risikomanagement für die Beratung der klein- und mittelständischen Unternehmen anzupassen und innerhalb des integrierten Qualitäts- und Hygienemanagements einzuführen. Als Ziel für die beteiligten Unternehmen bestand neben der Implementierung des Qualitätsmanagementsystems die Möglichkeit der Zertifizierung, auf deutscher Seite nach DIN ISO 9001 und auf niederländischer Seite nach BRC (British Retail Consortium). Die Laufzeit des Projektes betrug 30 Monate.

Als gesetzliche Grundlage dienten die Richtlinie 93/43 EWG des Rates über Lebensmittelhygiene und die Verordnung (EU 178/02) über Verfahren zur Lebensmittelsicherheit sowie die jeweilige nationale Gesetzgebung. Der Projektablauf unterteilte sich in unternehmensbezogene und unternehmensübergreifende Leistungen. Eine deutsch-niederländische Arbeitsgemeinschaft bestehend aus zwei Beratungsunternehmen, einem Softwarehaus, der Universität Bonn sowie zwei Projektmitarbeitern koordinierte diese Leistungen und setzte sie um.

In den Betrieben fand eine individuelle Aufbauberatung statt, die sich in die Schritte IST-Analyse, Erstellung eines QM-Handbuches, Durchführung einer Risikoanalyse, basierend auf dem HACCP-Konzept und internen Audits, untergliedert. Außerdem wurden Mitarbeiterschulungen zur Stärkung der Kompetenzen und Gewährleistung der kontinuierlichen Umsetzung des Qualitäts- und Hygienemanagement-Systems unterstützt. Das Werkzeug "Präventives Risikomanagement" unterstützte zum einen die Berater bei der Moderation der Risikoanalysen und diente zum anderen Betrieben als Wissensbasis ihrer Risikoanalysen und Prüfplanung.