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Arbeitspaket 6

Pilotprojekt zur Akzeptanz von Snack- und Convenience-Produkten

Sortiment der im Laufe des Versuches an eine Schule gelieferten Convenience-Waren

Im Rahmen des Pilotprojekts wurde untersucht ob Snack- und Convenience-Produkte eine Alternative zur Belieferung mit herkömmlichen Obst- und Gemüsesorten darstellt. Die Untersuchung berücksichtigte im Hinblick auf Qualität und Produktsicherheit sowohl sensorische als auch mikrobiologische Untersuchungen sowie Analysen von Pflanzenschutzmittellrückständen. Zusätzlich wurde auch auf die Problematik der Lagerfähigkeit des veränderten Liefersystems eingegangen.

Die mikrobiellen Untersuchungen zeigt keine Auffälligkeiten und - anders als befürchtet - wurden auch keine erhöhten Pflanzenschutzmittelrückstände nachgewiesen.

Trotzdem verdeutlichen die Ergebnisse die Probleme, die mit der praktischen Umsetzung einhergehen. Auf Lieferantenseite bedarf es zur Sicherstellung der Kühlkette zwingend der Nutzung von Kühlfahrzeugen, was naturgemäß den möglichen Kreis der Lieferanten einschränkt. Und auch in den Schulen müssen hinreichend Kühlmöglichkeiten vorhanden sein. Die Akzeptanz des vorgeschnittenen Obstes wurde u.a. durch produktspezifische Qualitätsdefizite beeinflusst. Vorteile der Verpackung, wie z.B. der Wegfall der Zubereitung oder die individuelle Einzelverpackung beeinflussen die Akzeptanz hingegen positiv.

Bei dem Snack-Obst deuten die ersten Ergebnisse auf eine positive Akzeptanz hin. Jedoch konnten viele Produkte (kleine Paprika, Birnen, Äpfel) nicht direkt verzehrt werden, so dass die Zubereitung weiterhin mit Arbeitsaufwand verbunden war. Aus Lieferantensicht ließen sich beide Fälle der Pilotanwendung gut in die regulären Abläufe integrieren. Die Aufnahme der Produkte in das Liefersystem wurde von den teilnehmenden Lieferanten dennoch skeptisch  betrachtet aufgrund der damit verbundenen höheren Kosten. Im Fall der
Belieferung mit Convenience-Produkten entstehen darüber hinaus zusätzliche Anforderungen, da eine durchgängige Kühlkette sichergestellt werden muss.

Fazit: Entsprechend der eher geringen Akzeptanz seitens der Kinder und Schulen sowie der erhöhten Kosten stellt die flächendeckende Versorgung mit Snack- oder Convenience-Obst und Gemüse deshalb keine Alternative zum bisherigen Liefersystem dar.

Für beide Varianten, Snack und Convenience, falls jeweils eine ausschließliche Belieferung erfolgt, betragen die Durchschnittskosten nach den Ergebnissen
des Pilotprojekts 0,90 - 1,00 € / 100 g.