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Fin-Q.NRW

Vorsprung durch Innovation im Verbund

Das Forschungsnetzwerk FIN-Q.NRW wurde Ende 2008 im Rahmen des Wettbewerbs Cluster Ernährung NRW unter Schirmherrschaft des MUNLV als eines der sieben Sieger ausgewählt. In dem Verbundvorhaben mit einem Umfang von fast drei Mio. Euro ist es erstmals gelungen, die drei „Größten“ der Fleischwirtschaft (Tönnies, die Vion Food Group und Westfleisch) gemeinsam mit sechs weiteren Partnern aus NRW in einem Konsortium zu vereinen. Im Rahmen des Projekts wird an der Universität Bonn u.a. eine Forschungs- und Entwicklungsdatenbank aufgebaut, auf die alle Wirtschaftspartner bei der Weiterentwicklung ihrer eigenen Qualitäts- und Risikomanagementsysteme über ein Internetportal zurückgreifen können.  

Wichtige Informationen betreffen insbesondere die kontinuierlichen Verbesserungen zur Erfüllung von Garantien und internationalen Standards beim Tierschutz, in der Tiergesundheit und der Lebensmittelsicherheit. Der Verzicht auf die Ferkelkastration und die damit verbundenen Maßnahmen auf allen Stufen der Wertschöpfungskette sind ein aktuelles Beispiel für die Veränderungen in der Branche. Insgesamt drei Instrumente werden dazu entwickelt.

  • Ein Simulationsmodell zur Abschätzung von Aufwand und Nutzen zur Erfassung von Geruchs-, Geschmacks- und Frischeparametern in Sortierprozessen der Schlacht- und Verarbeitungsstufe.

  • Ein Planungsmodell zur Bewertung von Handlungsalternativen bei der Organisation von überbetrieblichen Informations- und Kommunikationssystemen zur Unterstützung risikoorientierter, stufenübergreifender Prüfstrategien.

  • Ein Ablaufmodell zur Auditierung und Zertifizierung von Garantieleistungen. Wie können Garantien beispielsweise in Bezug auf eine energiebewusste Produktion von Fleisch und Futtermitteln oder die tiergerechte Haltung an den Handel weitergegeben werden?

Um die Exportchancen zu erhöhen und neue Märkte zu erschließen, stehen sektorspezifische CSR-Standards (Corporate Social Responsibility) im Vordergrund, bei denen ein hoher Gesundheitsstatus der tierhaltenden Betriebe und aufeinander abgestimmte freiwillige Maßnahmen im präventiven Verbraucherschutz von ausschlaggebender Bedeutung sind.