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IRIS 3

Public-Private Partnership für das Krisenmanagement gehört die Zukunft

Die Abteilung Präventives Gesundheitsmanagement der Universität Bonn und GIQS e.V. veranstalteten am 10. und 11. Oktober 2013 gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Bonn zwei Expertenworkshops  zum Thema Krisenmanagement im Agrar- und Ernährungssektor. Unter dem Titel „IRIS 3 – Food and Human Safety“ diskutierten Experten von Behörden, Wirtschaftsverbänden, Unternehmen und Hochschulen.

Der Workshop am 10. Oktober über Chancen und Risiken der Public-Private Zusammenarbeit in der Krisenbewältigung offenbarte, dass eine privat-öffentliche Kooperation besonders in den Bereichen Krisenprävention, Krisenevaluation und Krisenkommunikation vielversprechend ist.

Vernetzung steigt

Seit einigen Jahren gibt es zunehmend Ansätze und Beispiele für eine erfolgreich praktizierte Partnerschaft auf diesem Gebiet. So waren sich die Experten einig, dass die Bereitschaft der Wirtschaft im Krisenfall Daten zur Verfügung zu stellen, deutlich gewachsen sei, trotzdem müsse die Vernetzung weiter vorangetrieben, die Zusammenarbeit geübt und aktiv gelebt werden. Die Schaffung von Task Forces im Krisenfall wurde in diesem Zusammenhang als zweckdienliches und innovativstes Instrument begrüßt.

Auch die Möglichkeit im Krisenfall Ansprechpartner zu kontaktieren, sei durch die vom Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) etablierte Krisenmanager-Datenbank wesentlich erleichtert worden.

Im Mittelpunkt der Diskussion Im Workshop am 11. Oktober über Erfahrungsaustausch und neue Konzepte der Krisenprävention wurde besonders deutlich, dass die ressort-übergreifende Zusammenarbeit zwischen den drei Bereichen Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Gesundheit sowie Bevölkerungsschutz in Zukunft intensiver vorbereitet und geübt werden sollte. Vertrauen, Verlässlichkeit und Verantwortung wurden als Basis für Kooperationen ausgemacht. An konkreten Beispielen wie dem EHEC-Ausbruch 2011, dem jüngsten Fall von Legionellenerkrankungen in Warstein oder dem in einem Pariser Hospital wurden den Anwesenden Beispiele für erfolgreiches Ausbruchsmanagement geschildert.

Krisenkommunikation nicht zu unterschätzen

Bei beiden Workshops stand die Krisenkommunikation und speziell der Umgang mit Medien und Meinungsmachern im Fokus. Hier zeigte sich, dass je nach beruflicher Orientierung die Schwerpunkte leicht variierten, die Bedeutung der Krisenkommunikation für ein erfolgreiches Krisenmanagement aber nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beider Workshops erlebten einen intensiven sowie detailreichen Wissens- und Meinungsaustausch auf hohem fachlichem Niveau. Weil die Entwicklung der im Rahmen von IRIS3 behandelten Themen weiter beobachtet werden soll, und die Workshops auch selbst als Förderung der Public-Private-Zusammenarbeit zu bewerten sind, ist eine Fortsetzung der IRIS-Reihe im Jahr 2014 geplant.

Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für zwei gelungene und intensive Workshop-Tage!

 

 

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