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"Frucht macht Schule"

Neues Projekt verknüpft erstmals Interessen von Lieferanten und Schulen

Obst und Gemüse sind wichtige Bestandteile einer gesunden Ernährung. Doch in unserer Fast-food-lastigen Gesellschaft nehmen immer weniger Kinder die von Fachgesellschaften empfohlene Menge an Obst- und Gemüse zu sich. Um das gesundheitsbewusste Ernährungsverhalten von Kindern zu fördern, wurde im März 2010 das EU-Schulobstprogramm ins Leben gerufen, an dem sich auch Nordrhein-Westfalen beteiligt. Das EU-Schulobstprogramm in NRW ist bisher eine Erfolgsgeschichte; Unternehmen, Schulen und vor allem Schülerinnen und Schüler profitieren gleichermaßen davon. Doch wie bei fast allen Neuerungen gibt es auch hier noch Optimierungspotential.

Mit „Frucht macht Schule“ wurde deshalb ein Projekt initiiert, das erstmals die gesamte Lieferkette von der Produktion bzw. den Lieferanten bis hin zur Verteilung an die Kinder nachvollzieht und Lösungsansätze für eventuelle Schwachstellen entwickelt. Des Weiteren soll das Projekt dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit insbesondere von klein- und mittelständischen Unternehmen zu stärken. Damit werden erstmals die Interessen der Lieferanten und Schulen gleichermaßen berücksichtigt. Das Projekt wird von der Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk GIQS e.V. koordiniert; wissenschaftlich in das Projekt eingebunden sind einerseits das Kompetenzzentrum Gartenbau der Universität Bonn sowie andererseits der Lehrstuhl für Marktforschung der Agrar- und Ernährungswirtschaft des Instituts für Lebensmittel- und Ressourcenökonomik (ILR). Mit der Kompetenz der eingebundenen Institute kann nun erstmals eine objektive Erhebung der Qualität durchgeführt werden. Dazu werden an ausgewählten Schulen regelmäßig Proben genommen, Obst- und Gemüselieferungen auf Qualitätsveränderungen untersucht und deren Ursachen identifiziert sowie in einer Pilotstudie, in die auch die Anregungen der Lieferanten hinsichtlich Produktauswahl und Transportkette einfließen, Vorschläge zur Optimierung von Qualität und Frische erarbeitet.

Mittels leitfadengestützter Interviews werden Schulen und Lieferanten aktiv in das Projekt eingebunden. Entscheidend sind hier der direkte Kontakt und Beobachtungen vor Ort. So werden in den Schulen u.a. die räumliche und technische Ausstattung ermittelt und Zuständigkeiten erfasst. Wichtig sind in diesem Zusammenhang auch die bisher getroffenen Maßnahmen der Schulen mit denen sie eine gute Qualität von Obst und Gemüse gewährleisten. So können einerseits positive Lösungsansätze auf andere Schulen übertragen und andererseits aufgezeigt werden, wo möglicherweise noch Hilfe von außen notwendig ist.

Auch Primar- und Förderschulen der Region Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises nehmen an dem neuen Projekt teil. „Frucht macht Schule“ gliedert sich in sechs wissenschaftliche Arbeitspakete und ist auf drei Jahre angelegt. Es wird zu gleichen Teilen finanziert über den Europäischen Fond für regionale Entwicklung und das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auch auf der Projektseite>>

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