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Tiergesundheit

Meilenstein zur Verbesserung der internationalen Wettbewerbs

Positionspapier für die Einrichtung eines nationalen Standards zur Erhebung von Tiergesundheitsdaten bei Mastferkeln

Auf der Fachtagung „Vieh und Fleisch“ des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) am 17. November 2009 in Schloss Montabaur wurde erstmals ein privatwirtschaftliches Positionspapier für einen nationalen Standard der Erhebung von Tiergesundheitsdaten vorgestellt. „Damit eröffnet sich eine große Chance für deutsche Ferkelerzeuger. Nur wenn es uns gelingt, regionale Initiativen zusammenzuschließen und uns auf einen nationalen Standard zu einigen, können die deutschen Ferkelproduzenten im europäischen Wettbewerb weiterhin bestehen.“, betonte Dr. Achim Münster von der Vermarktungsgemeinschaft für Zucht- und Nutzvieh eG (ZNVG), Neumünster. Neben einer standardisierten Erhebung schlagen die Initiatoren vor, den Tiergesundheitsstatus nach dänischem Vorbild über ein Online-Portal abrufbar zu machen.

Die Zielrichtung dieser Initiative leitet sich aus dem steigenden Qualitätsanspruch in der Wertschöpfungskette ab. Ferkelabnehmer legen immer mehr Wert auf große, gesunde Ferkelpartien, bekommen aber zum Teil keine Aussagen über den genauen Tiergesundheitsstatus beziehungsweise der Status der Ferkellieferbetriebe wird nicht nach einheitlichen Regeln bestimmt. Für die Mäster ist dies eine schwierige Situation. Zwar gibt es eine Reihe von deutschen Initiativen zur Untersuchung und Erfassung möglicher Erreger, doch Standards sucht man vergeblich. Viele Mäster kaufen daher bevorzugt ihre Ferkel in Dänemark, wo ein einheitlicher Standard besteht. Auch bei Zukäufen aus den Niederlanden ist die Datenverfügbarkeit deutlich höher. Experten sind sich daher einig: Wenn sich an der deutschen Situation nichts ändert, wird sich die Wettbewerbsposition der Ferkelerzeuger künftig weiter verschlechtern.

Das aktuelle Positionspapier verfassten die Erzeugergemeinschaft für Qualitätsferkel im Raum Osnabrück eG (EGF), die Vermarktungsgemeinschaft für Zucht- und Nutzvieh eG (ZNVG), die Viehzentrale Südwest GmbH (VZ) und die Schlachtvieherzeugergemeinschaft w.V. Altenburg (MSE). Koordiniert wurden die Arbeiten durch GIQS (Grenzüberschreitende Integrierte Qualitätssicherung e.V).

Um die Initiative weiter voran zu bringen, wird es ein erstes Planungstreffen am 17. Dezember in Berlin geben.

Ansprechpartnerin hierfür:
Maren Bruns, Tel.: 0228-73 4931, email: m.bruns@giqs.org

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