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Neues Projekt gestartet

MarkiT bringt deutliche Bewegung beim Tierwohl

Nicht zuletzt durch die Vorstellung der „Initiative Tierwohl“ auf der „Grünen Woche“ in Berlin und den immer lauter werdenden Forderungen der Verbraucher, gewann die Diskussion nach einer artgerechteren Tierproduktion erneut an Fahrt. Fast zeitgleich dazu startet GIQS nun mit seinen Partnern ein neues Projekt, bei dem nicht isoliert wählbare Teilaspekte als Verbesserung in Sachen Tierwohl honoriert werden, sondern eine ganzheitliche Verbesserung angestrebt wird.

Im Projekt MarkiT (Markenfleischprogramm – Integration von Tierwohl) werden Wissenschaftlerinnen der Universitäten Kiel und Bonn Hand in Hand mit der Praxis – der Vermarktungsgemeinschaft für Zucht- und Nutzvieh (ZNVG e.G.) und dem Fleischwerk der EDEKA Nord – zusammenarbeiten. In den kommenden drei Jahren soll so das bestehende Markenfleischprogramm („Gutfleisch“) der EDEKA Nord unter Berücksichtigung ökonomischer und sozialer Aspekte zu einer tiergerechteren Urproduktion weiterentwickelt werden. Die dazu notwendige Umstellung innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette bezieht die Landwirte, die Verarbeitung, die Dienstleistungsorganisationen und den Lebensmitteleinzelhandel ein.

Die deutschlandweiten Anstrengungen zur Verbesserung des Tierwohls in den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass eine zentrale Herausforderung in der Vereinbarkeit der Ansprüche aller Beteiligten liegt. Hier setzt MarkiT an: Das Projekt zielt auf die enge Interaktion sowohl innerhalb der Wertschöpfungskette – von den landwirtschaftlichen Erzeugern bis zu den Endkunden im Einzelhandel – als auch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft ab. Wichtige Grundlage ist die langjährige Kooperationserfahrung von ZNVG e.G. und Fleischwerk EDEKA Nord.

An der Universität Kiel werden mit ökonomischen und verhaltenswissenschaftlichen Methoden die Voraussetzungen für den Wandel auf Seiten der Landwirte und Verbraucher analysiert. Dies ermöglicht die Entwicklung von Vertrags- und Kommunikationskonzepten, die noch im Projekt erprobt und angepasst werden.

Die tiergesundheitlichen Auswirkungen verschiedener Maßnahmen werden an der Universität Bonn analysiert. Da diese mit dem Tierwohl unabdingbar verbunden sind, ist bei der Weiterentwicklung des Programms auch das Monitoringsystem zu erweitern. Darüber hinaus entwickelt die Universität Bonn die notwendigen Instrumente zum Einsatz in der Beratung.

Alle im Projekt entwickelten Ansätze weisen weit über die beteiligten Partner hinaus und sollen langfristig die Entwicklung hin zu einer noch tiergerechten Schweineproduktion erleichtern.

GIQS übernimmt die Koordination sowie den zielgruppenspezifischen Wissenstransfer im Projekt MarkiT.

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