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QUARISMA-Workshop

Experten diskutierten über die Harmonisierungsansätze bei Gesundheitsmanagement-Systemen

Niederländische, dänische und deutsche Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft sehen neben ersten Ansätzen auch zahlreiche Hindernisse für eine einheitliche Basis bei Systemen für das Tiergesundheitsmanagement in der Schweineproduktion der drei Länder. Dieses wurde bei einem Workshop, der am 16. Mai 2013 an der Universität Wageningen in Niederlanden stattfand, deutlich. Der Workshop basierte auf der Grundlage von Ergebnissen einer Studie, die im Rahmen des EU-geförderten QUARISMA-Projektes (Quality and Risk Management in Meat Chains) erstellt wurde.

Derzeit existiert im Bereich Schweineproduktion eine Vielzahl von Tiergesundheitsmanagementsystemen, die in Zielsetzung, Organisation, Inhalt und Ergebnissen nicht vergleichbar sind (z.B. TiGA, Projekt „Gesunde Tiere - gesunde Lebensmittel“ in Deutschland, SPF-System in Dänemark, PigMatch in den Niederlanden). Eine weitere, im Rahmen des QUARISMA-Projektes durchgeführte Studie, zeigt einen vielversprechenden Ansatz, um über Blutuntersuchungen am Schlachthof relevanter Gesundheitsdaten der Schlachtschweine zu erhalten und diese an die Produktionskette zurückzugeben.

Die Experten sehen derzeit keine Notwendigkeit und auch keine Realisierbarkeit der Schaffung eines vollständig einheitlichen Standardsystems im Schweinegesundheitsmanagement. Vielmehr verweisen sie auf Harmonisierungspotential in einigen Teilbereichen, wie der Probenahme, -analyse, -auswertung und -interpretation. Dieses Monitoring ist sei Grundvoraussetzung, wenn über harmonisierte Systeme gesprochen wird. Die monetären Vorteile, die eine Harmonisierung zumindest in Teilbereichen und ein verbesserter Informationsfluss der verfügbaren Daten rund um die Tiergesundheit für alle an der Produktionskette Schweinefleisch hätte, würden derzeit nicht genügend wahrgenommen und kommuniziert.

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