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Tiergesundheit

Ein nationaler Standard für Mastferkel könnte kommen

Planungstreffen für die Einführung eines nationalen Standards zur Erhebung von Tiergesundheitsdaten bei Mastferkeln

Das im November 2009 vorgestellte privatwirtschaftliche Positionspapier, das zur Einführung eines nationalen Standards der Erhebung von Tiergesundheitsdaten führen soll, wurde am 17. Dezember der interessierten Fachöffentlichkeit zur Diskussion gestellt. Rudolf Festag von der Erzeugergemeinschaft für Qualitätsferkel im Raum Osnabrück eG (EGF) betonte: „Damit wollen wir die Vielzahl von regionalen Initiativen bündeln. Dabei geht es nicht darum, die Entwicklungen einzelner Unternehmen oder Regionen in diese Richtung in Frage zu stellen, sondern eine einheitliche Basis zu schaffen“. Teilnehmer waren Tiergesundheitsdienste, Verbände, Vertreter der Wissenschaft und Viehvermarktungsunternehmen. Die anwesenden Unternehmensvertreter vermarkten etwa zehn Prozent der deutschen Ferkel.

Vorrangig ist der „SPF-Initiative“ aus Dänemark und der holländischen Vermarktungsstrategie mit dem „Biggen-Pass“ etwas Vergleichbares entgegen zu setzen. Um von vornherein viele Interessierte ins Boot zu holen, wurden am 17. Dezember zunächst die Auswahl der vermarktungsrelevanten Parameter und deren Beprobungssystematik diskutiert.

Die Initiatoren standen Rede und Antwort, um den Weg für weitere gemeinsame Schritte zur Umsetzung eines nationalen Standards zu ebnen. Dabei wurden auch mögliche Bedenken ausgeräumt. So dass gesagt werden kann, dass die Veranstaltung mit einem eindeutigen Votum in Richtung „Nationaler Standard“ endete.

Als ersten Umsetzungsschritt werden Ferkelerzeuger- und Aufzuchtbetriebe angesprochen, in einem systematischen Monitoring mitzuwirken, um für die Statuskommunikation recht bald einen Zwölf-Monatszeitraum als Historie abbilden zu können. Für das Monitoring ist es wichtig, dass in den Ferkelerzeugerbetrieben nach einer einheitlich definierten Vorgehensweise beprobt und diese Proben mit vergleichbaren Methoden analysiert werden.


Neben einer standardisierten Erhebung schlagen die Initiatoren vor, den Tiergesundheitsstatus nach dänischem Vorbild über ein Online-Portal abrufbar zu machen. Hierzu gibt es bereits Erfahrungen aus Forschungs- und Entwicklungsprojekten. In den kommenden Monaten sollen konkrete Schritte, aufbauend auf den bestehenden Konzepten, gemacht werden. Alle Folgeschritte werden durch einen Verbund von Wissenschaftlern der Universitäten Bonn, Göttingen und Kiel begleitet.

Initiatoren sind die Erzeugergemeinschaft für Qualitätsferkel im Raum Osnabrück eG (EGF), die Vermarktungsgemeinschaft für Zucht- und Nutzvieh eG (ZNVG), die Viehzentrale Südwest GmbH (VZ) und die Schlachtvieherzeugergemeinschaft w.V. Altenburg (MSE). Koordiniert werden die Arbeiten durch GIQS (Grenzüberschreitende Integrierte Qualitätssicherung e.V) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Raiffeisenverband e.V. (DRV).

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