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Professor des Jahres

Als Netzwerkerin „ein Näschen für Dinge, die wichtig sind“

v.l.n.r. Marc Wiegand (Redakteur Unicum), Prof. Dr. Brigitte Petersen u. Manfred Baldschus (Herausgeber der Zeitschrift)

Als erste Professorin der Universität Bonn und erste Agrarwissenschaftlerin überhaupt, erhielt Prof. Dr. Brigitte Petersen am 18. November 2014 die Auszeichnung.„Professor des Jahres 2014“ für den Bereich Medizin/Naturwissenschaften überreicht. Studierende, Absolventen und Arbeitgeber waren auch in diesem Jahr aufgefordert, deutschlandweit Professoren zu nominieren, die sie als "Wegbereiter für Karrieren" erleben. Aus 300 Nominierten wählte die Jury Prof. Dr. Brigitte Petersen auf Platz eins. Der ‚ideale Professor des Jahres’ ist demnach stark in Theorie und Praxis und genau diese Konstellation zeichnet Frau Prof. Petersen besonders aus.

Sie habe, so der Dekan der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn, Prof. Dr. Peter Stehle, in seinem Grußwort mit der Einführung des Qualitätsmanager Junior den für den weiteren Karriereweg ihrer Studierenden wichtigen Praxisbezug geschaffen. Genau diese Verknüpfung von Forschung und Praxis ohne Zusatzkosten war auch einer der Gründe, die von den Studierenden für ihre Wahl genannt worden waren.

Renate Hendricks, MdL und langjährige Bildungspolitikerin, pflichtete ihm bei, Studium dürfe die Berufswelt nicht ausklammern und das habe Frau Prof Petersen frühzeitig erkannt.  

Dr. Gereon Schulze Althoff, Leiter Qualitätssicherung und Mitglied des Managementteams bei der Vion Food Group unterstrich die Bedeutung praxisorientierter Ausbildung nicht nur für sein Unternehmen, sondern erläuterte darüber hinaus, wie nützlich für seinen persönlichen Werdegang als Tierarzt und promovierten Agrarwissenschaftler mit Zusatzqualifikation zum Qualitätsmanager Junior die interdisziplinäre praxisbezogene Ausbildung gewesen sei.

„Wir müssen Ausbildungssysteme optimieren und passgenauere Ausbildungswege generieren,“ so auch die Sicht von Prof. Dr. Rolf Ibald, Vizepräsident der Europäischen Fachhochschule Rhein/Erft GmbH. Was das angehe, sei Frau Prof. Petersen sicher eine Vorreiterin und Vordenkerin. Und er fügte mit einem Lächeln hinzu, dass Frau Petersen sicher eine der größten Netzwerkerinnen sei, die er je kennengelernt habe.   

Wie wichtig Netzwerke - insbesondere internationale - für neue Berufsfelder im globalen Wettbewerb sind, wurde auch in den Beiträgen der übrigen Referenten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik deutlich.

Dr. Dr. h.c. Christian Patermann setzte dafür speziell die Brüsseler Brille auf und schilderte, dass Frau Prof. Petersen sich nicht nur immer wieder für die Hochschule und ihre Studierenden um europäische Förderprogramme bemüht und in diesem Sinne Netzwerkarbeit betrieben, sondern es auch geschafft habe, mit der Animal Task Force eine Lobbyplattform in Brüssel zu etablieren, die heute dort Gehör finde.   

Besonders für Bonn und die Bonner Universität gehört die Internationalisierung des Standortes zur Profilbildung. Dr. Claudia Lücking-Michel, MdB für Bonn, würdigte dann auch das Wirken von Frau Prof. Petersen in diesem Sinne und schloss:  „Sie bauen mit an dem Wissenschaftsstandort und dem internationalen Standort Bonn.“  

Stellvertretend für die Netzwerkarbeit in der Region erläuterte Dr. Gabriele Hufschmidt die aus- und weiterbildungsbezogenen Aktivitäten des Clusters Bonn.realis, das von Frau Prof. Petersen als treibende Kraft gegründet worden war. Dr. Sebastian Jarzebowski ergänzte in seinem Beitrag, wie er nach dem Vorbild und mit Unterstützung durch Frau Prof. Petersen ein landwirtschaftliches Cluster an der Universität Warschau gegründet habe.

Im Anschluss daran erfolgte die eigentliche Übergabe der Ehrung durch den Gründer und Herausgeber der Zeitschrift Unicum, Manfred Baldschus  "Professor des Jahres 2014" wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt. Gefördert wird der bundesweite Wettbewerb von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG.

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